Sieben.
Du würfelst und siehst es kommen, weißt genau, dass dies kein normaler Würfel ist. Du nennst es Pech, aber du wusstest schon die ganze Zeit, dass es so kommen würde. Du schlepptest es ja selbst ein. Der Tisch konnte es schon in deinem Atem riechen. Der Jude lugte von Anfang an aus deiner Tasche. Er ist dir ans Revers geheftet, und in dem Moment, in dem du würfelst, weißt du, dass du eine Sieben wirfst - der einzige Wurf, der dich treffen kann. Der Würfel fällt. Er starrt dir in beide Augen, wundersam und verhasst, und du wendest dich ab, während es in deiner Brust nagt.
Das war Pech.
Das behauptest du.
Ohne Bedeutung.
Das redest du dir selbst ein - denn tief im Innern weißt du, dass dieses kleine Wechselspiel des Glücks mit dem Finger auf die Ereignisse zeigt, die noch kommen werden. Du versteckst einen Juden. Du wirst dafür bezahlen. Auf die eine oder andere Art.
Stellt euch vor, ihr würdet lächeln, nachdem euch jemand ins Gesicht geschlagen hat. Dann stellt euch vor, ihr müsstet das den ganzen Tag lang tun, vierundzwanzig Stunden lang, Tag für Tag. So war es, wenn man einen Juden versteckte.
(Zuviel Schulstress, deswegen gibt es heute nur Zitate, Liebe Grüße, Caro <3 )
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